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Ausbildung und weitere Qualifikationen


Ein Zimmerer lernt während seiner Ausbildung nach Bau-Zeichnungen zu arbeiten. Er erwirbt Fach- und Sachkenntnisse in der Planung und Errichtung von Bauten, wie Holzkonstruktionen und Holzbauten aller Art, er saniert Inneneinrichtungen aus Holz und erwirbt umfangreiche Kenntnisse zum Thema Holz und natürlich die Holzverarbeitung betreffend. Zimmerer zu sein bedeutet unter anderem, und zwar nicht nur aus der jeweiligen Notwendigkeit heraus, die Bereitschaft, mit anderen Handwerkern, wirklich Hand in Hand, jederzeit konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Zimmerer-Berufes ist sowohl großes handwerkliches Geschick, als auch technisches Verständnis. Ein gutes räumliches Vorstellungs-Vermögen gehört ebenso dazu, wie Teamgeist und ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Der Beruf des Zimmerers bedeutet mitunter anstrengendste körperliche Arbeit, verbunden mit dem Tragen und Heben schwerer Baustoffe und Bedienen von Maschinen.

Auch ist das Arbeiten in Außenbereichen aufgrund von wechselhaftem Wetter nicht immer angenehm. Kälte, Nässe und Hitze sowie Wind, beispielsweise bei Arbeiten in der Höhe, können äußerst unangenehm sein. Ebenso wie mitunter massive Belastungen durch Lärm, Staub und Schmutz. Dazu kommende Verletzungsgefahren, die mitunter nicht ganz unerheblich sind, setzen eine gute körperliche Belastbarkeit, Kraft und Beweglichkeit sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, als auch eine widerstandsfähige Gesundheit voraus.

Der Beruf Zimmerer bzw. Zimmerin ist nach der Handwerksordnung (HwO) und dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ein anerkannter Ausbildungsberuf. Nach Abschluss der ersten Ausbildungsstufe von zwei Jahren kann eine zweite Ausbildungsstufe angeschlossen werden, und zwar zum/zur Aufbaufacharbeiter/in. Diese dauert ein weiteres Jahr. Die Ausbildung zum Zimmerer (m/w) erfolgt üblicherweise innerhalb eines Ausbildungs-Betriebes und parallel oder im so genannten Blockunterricht während des Besuches einer Berufsschule.

An Weiterbildungsmöglichkeiten stehen dem Zimmerer die Berufszweige Zimmer-Vorarbeiter, Zimmer-Polier und Zimmer-Meister sowie Restaurator im Zimmerer-Handwerk zur Verfügung. Die Meisterprüfung besteht aus vier eigenständigen Teilen: Berufsbezogen erfolgt eine praktische Prüfung und die Prüfung der Fachtheorie. Berufsübergreifend werden „Wirtschaft und Recht“ sowie „Berufs- und Arbeitspädagogik“ geprüft. Als fortsetzende Studiengänge werden Architektur, Holzbau und Bauingenieurwesen sowie Holzingenieurwesen angeboten.